Vespa World Days 2019

Die Vespafreunde Straubing unterwegs zu den Vespa-World-Days 2019 in Zanka

06.06. bis 09.06.2019

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Bei bestem Wetter starteten wir am 6. Juni, pünktlich um 07:30 Uhr mit sechs Fahrzeugen und einer Sozia nach dem Volltanken in Bogen Richtung Ungarn. Unter der Führung unseres Guides Hubert ging es zunächst nach Passau zur ersten Rast. Das einzige bereits geöffnete Cafe verwöhnte uns mit veganen Kuchenspezialitäten. Weiter ging die Tour entlang der Donau, über die Schlögener Schlinge und durch das malerische Linz. Nach einer kurzen Mittagspause führte uns der Weg weiter unterbrochen von einem Badestopp am Ufer der Donau und der Einkehr in einem Eiscafe, vorbei an Kloster Melk bis kurz vor Eisenstadt.

Ab dem späten Nachmittag sahen wir auf dem Weg dorthin entlang unserer Route bereits erste Gewitter, welche uns aber, zur allgemeinen Freude, nicht einholen konnten. Erst als wir uns zum Abendessen unsere Familienpizza schmecken ließen, erwischte uns ein leichter, sehr kurzer Regenguss.

Fast lohnte es sich nicht die Regenkombi auszupacken. Dennoch entschlossen wir uns, direkt bis nach Ungarn weiter zu fahren und uns in Sopron einzuquartieren. Wir wählten den Weg durch das romantische und kurvenreiche Helenental und erreichten am gegen 21:00 Uhr unser Hotel. Zur allgemeinen Freude und Überraschung handelte es sich bei dem, von Tom über eine kurzfristige Internetbuchung ausgesuchten Hotel augenscheinlich um das erste „Haus am Platz“.

Weiter ging es am nächsten Morgen Richtung Balaton. Leider mussten wir hierzu die stark befahrene Bundesstraße nutzen und konnten dabei feststellen, dass die ungarischen Autofahrer wohl nicht unbedingt zu den Vespa-Liebhabern zählen. 

Unterwegs adoptierten wir an einer Tankstelle dann noch einen einsamen Scooterist aus England, der sich sichtlich freute uns zu treffen und sich uns bis ans Ziel anschloss. Nach dem einchecken auf dem Gelände der VWD, einem Freizeitgelände in einer ehemaligen Kaserne, direkt am See gelegen, fuhren wir weiter zu unserer Unterkunft, einem wirklich wunderschönen Ferienhaus, wo wir uns alle sehr wohl fühlten. Nach der Zimmerverteilung suchten wir wieder das Festivalgelände auf, bewunderten dort die zahlreichen, teilweise wirklich exotischen Vespas und stärkten uns an einem der zahlreichen Foodtrucks. Am nächsten Morgen starten wir bereits um 9:00 Uhr mit zahlreichen anderen zum Corso, verließen diesen aber nach einem Teil der Strecke, um uns auf der Halbinsel Tihany die Fähre zu besteigen und den Plattensee zu überqueren. Leider erwies sich das gegenüberliegende Seeufer in der Gegend um Siofok als ein wenig reizvolles Gewerbegebiet, sodass wir bald wieder mit der Fähre zurückkehrten um den auf dem Veranstaltungsareal gelegenen Badestrand aufzusuchen. Während der Großteil der Gruppe bereits dorthin voraus fuhr, testeten Hubert und Georg noch die örtliche Gastronomie und kehrten in einer Carda zum Fischessen ein (sehr empfehlenswert!).

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Der Rest des Nachmittags gehört die dann dem Sonnen, der allgemeinen Erholung und dem Badespaß im See. So konnten wir abends gut vorbereitet und erholt an der Party teilnehmen. Aufgrund der strengen 0-Promille Grenze und der leider recht überschaubaren Bühnenunterhaltung entschieden wir uns jedoch bald die Party, in kleinem Kreis, in unserer Unterkunft fortzusetzen, was dem Spaß keinen Abbruch tat – ganz im Gegenteil! 

Am nächsten Morgen traten wir dann die erste Etappe unserer Heimreise an. Der Weg führte uns diesmal Richtung Graz zur ersten Mittagsrast in Fürstenfeld (ja genau dem aus dem Lied!)
Weiter ging es auf einer wunderbar kurvigen Passstraße, durch atemberaubend die schöne Landschaft der Steiermark zurück in Richtung Donautal.
Nach einer letzten Übernachtung in einer Pilgerherberge am Jakobsweg in St. Pantaleon (Oberösterreich) fuhren wir am nächsten Tag wieder weiter Richtung Niederbayern über Linz und Passau. Dort bildete ein Abstecher in´s „Oberhaus“ mit einem wundervollen Blick über die Stadt den Höhepunkt unserer schönen gemeinsamen Reise. Zurück in Bogen trennten sich unsere Wege nach fünf sehr schönen Tagen und einer Gott-sei-Dank pannen- und unfallfreien Reise wieder.

Für mich als (Wieder-) Einsteiger war es nicht nur die erste größere Tour, sondern eigentlich die erste nennenswerte Ausfahrt überhaupt. Es waren eine sehr schöne Zeit, voller wunderbarer Eindrücke, zusammen mit einer super Truppe. Ein besonderer Dank geht an Hubert der wirklich ein perfekter, umsichtiger Guide war und an Tom für die unermüdliche und absolut gelungene Gesamtorganisation. Ich persönlich freue mich schon auf viele weitere Reisen mit Euch!

Georg Stracker