16.11.2012 Traditioneller Glühweinstammtisch der Vespafreunde Straubing

Wenn´s draußen kalt wird, müssen wir uns eben von innen wärmen! Und womit gelingt das am Besten, wie tausende von Glühmärkten beweisen? Mit Punsch!! Deshalb luden wir auch dieses Jahr wieder zum herzerwärmenden Glühweinstammtisch, dieses Jahr erstmalig in den Innenhof der historischen Tafernwirtschaft im Herzen der Straubinger Altstadt, direkt an der Donaubrücke ein.

Knapp fünfzig Vespisti und Freunde der Kultmarke folgten der Einladung zum allmonatlich stattfindenden Stammtisch, um unter Gleichgesinnten zu fachsimpeln. Im Innenhof der historischen Tafernwirtschaft ließen sich die Vespafreunde mit leckeren Bratwurstsemmeln, die von Grillmeister Andi gekonnt zubereitet wurden, sowie Lebkuchen, Dominosteinen, Marzipankugeln und selbstgemachten Vespa Plätzchen und heißem Kinderpunsch und Glühwein verköstigen.

Es wurde wie immer viel gelacht, getratscht und Pläne für die anstehende Vespa Saison geschmiedet. In den vergangen Jahren war es so, dass die Terminplanung für die kommende Rollersaison bekannt gegeben wurde, allerdings ist diese noch nicht ganz fertig. Es sei aber so viel verraten, dass eure Anregungen aufgenommen und in der Planung berücksichtigt werden, sodass es wir wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm für alle Mitglieder sowie Freunde geben wird. Aber eins sei vorweg schon einmal versprochen, in den kalten Wintermonaten werden wir ein in der Nähe liegendes Museum besuchen und auf Wunsch wieder einen lustigen Bowlingstammtisch abhalten. Die mittlerweile legendäre 2-Tages-Fahrt wird uns in den vorderen Bayerischen Wald führen und vom 04. auf 5. Mai 2013 stattfinden. Auch unsere 3.Scootervista sowie die Vespa Alp Days – hierfür sind bereits wieder einige Anmeldungen bei mir eingegangen – sind ebenso fest im Terminkalender eingeplant wie eine zusätzliche, gemütliche Fuffi Tour. Erstmalig wird es in der kommenden Saison auch eine Joint-Venture-Tour geben, also lasst euch überraschen es wird mit großer Sicherheit wieder ein abwechslungsreiches Vespa Jahr werden. Wir hoffen, den endgültigen Terminplan zur Weihnachtsfeier vorlegen und auf der Homepage veröffentlichen zu können. Solltet ihr noch Ideen oder Anregungen haben, dann schickt einfach ein Mail oder ruft mich an.

Im Laufe des Stammtischabends wurden von den anwesenden Gästen insgesamt 75 Bratwürstsemmeln, 18 Liter Kinderpunsch, 20 Liter Glühwein und eine Vielzahl von Lebkuchen und Dominosteinen verspeist. Weit nach Mitternacht konnten die letzten Vespa-Enthusiasten das Resüme ziehen, dass sich ein gelungener Abend seinem Ende zu neigte und man sich schon auf das nächste Highlight – die Weihnachtsfeier am Samstag, den 22.12.2012 – freuen kann. Diese findet heuer im Winklmeierhof in Reibersdorf statt. Wie auch vergangenes Jahr sollen an diesem Abend die von den Mitgliedern mitgebrachten „Wichtel-Geschenke“ ihre Besitzer wechseln.

Das Vespajahr 2012 neigt sich langsam dem Ende zu und ich möchte diesen Zeitpunkt nicht versäumen, einmal DANKE zu sagen bei all denen, die uns das ganze Jahr über begleiten. Der Zuspruch aus Nah und Fern ist Motivation, für euch Aktivitäten, Treffen und Feste zu planen. Schön, dass IHR das ganze Jahr über so zahlreich dabei seid und zudem auch noch selbst die Initiative ergreift und eigene Ride Outs und Barbecues organisiert! Das macht uns zu einer starken Gemeinschaft im Sinne der Vespa.

Jürgen Weber

13. Oktober „Prinzen-und Prinzessinnen Tour“ - Abrollern 2012

Am zweiten Oktoberwochenende war es wieder mal soweit. Die Saison neigte sich allmählich dem Ende zu und das muss mit einem gemeinsamen Abrollern zelebriert werden und somit luden die Vespafreunde  Straubing auch zum diesjährigen Abrollern ein. Das Motto des heurigen Abrollerns lautete „Prinzen- und Prinzessinnen Tour“.

Schon die Einladung versprach, dass das Abrollern 2012 was Besonderes werden soll und so rollerten zum vereinbarten Treffpunkt knapp fünfzig Freunde der italienischen Kultrollermarke aus Rosenheim, Erding, Landshut, Bad Abbach, Rottenburg, Regensburg, Kehlheim und dem österreichischen Braunau nach Straubing, um mit dabei zu sein. Es wollten noch einige mehrere Vespisti am diesjährigen Abrollern teilnehmen, die sich aber entschuldigen ließen, da sie sich auf der gleichzeitig stattfinden Veterama in Mannheim befanden oder andere unverschiebbare Termine wahrnehmen mussten.

Vom Straubinger Stadttheater aus knatterten die 47 Vespas und eine Ape bei herrlichstem Sonnenschein, von Sabine als Fotografin und Cateringservice begleitet, auf die 115 km lange Rundfahrt. Auf gemütlichen Nebenstraßen rollerten wir in fuffitauglicher Geschwindigkeit durch die niederbayerische Hügellandschaft nach Feldkirchen, Salching, Oberschneiding, Münchshöfen, Straßkirchen nach Stephansposching wo wir unseren Wegzehrungsstopp einlegten. Eine Gartenbank wurde von Sabine kurzerhand als Brotzeitstation zweckentfremdet und liebevoll mit den auf uns wartenden erlauchten Köstlichkeiten gedeckt. Mit wohlschmeckenden Kaisersemmeln mit Schinkenfüllung, alkoholfreies Königs Pilsner und König Ludwig Dunkel, Wasser und italienisches Aranciata sowie fürstliche Kecksrollen mit zartschmelzender Schoki und ritterliche Zuckerhappen zum Nachtisch, wurden unsere Gaumenfreuden unter den Bäumen der faszinierenden, leuchtenden, herbstlichen Blätterpracht der Kastanienbäume verwöhnt.    

Nachdem wir uns gestärkt hatten, setzen wir mit einer der letzten Gierseilfähren Bayerns von Stephansposching nach Mariaposching, ganz ohne Motor, nur durch die Strömung der Donau bewegt ans andere Flussufer über.


Entlang herbstlichen Weinlaubs führte die Strecke weiter flußabwärts über Metten und Neuhausen nach Schloss Egg in die mittelalterliche Ritterburg, wo wir unsere Kaffeepause einlegten. Egg ist die älteste und heute noch vollkommen erhaltene Burganlage in den Vorbergen des Bayerischen Waldes. Seit der ersten urkundlichen Erwähnung 1103 ist Egg Sitz der Ritter Eckher von Eckh und den nachfolgenden edlen Geschlechtern. Die über Jahrhunderte Schutz und Trutz gewährende Burg wurde um 1840 von Graf von Armansperg zum Schloss im Stil des romantischen Historismus umgebaut. Beim ersten Blick auf die Burg sticht der gewaltige Hungerturm ins Auge. Mit 45 Metern ist er der höchste in ganz Bayern. Durch eine spektroskopische Materialuntersuchung hat man herausgefunden, dass er vor 825 Jahren gebaut wurde. Die Knochenfunde im 16 Meter tiefen Turmverlies sagen uns, dass "die gute alte Zeit" doch nicht so gut war. Zum Glück sind die Zeiten von tosendem Waffengeklirre und hinschmelzendem Minnegesang auch in Egg längst passé.

Nicht so aber die uralte ritterliche Tugend erlesener Gastlichkeit und der Labung des Gastes mit guter Speis und Trank, und so ließen wir uns mit Köstlichkeiten aus der Backstube im Schloßrestaurant verwöhnen. Nach geselligem Beisammensein und einem gemeinsamen Gruppenfoto im Innenhof des Schlosses traten wir optimal gestärkt und aufgewärmt gegen 17 Uhr die Rückfahrt nach Straubing an.

Über Offenberg, Hochstetten, Schwarzach und Degernbach ging es im Abendrot vor Bogen zurück nach Straubing. Nur wenige Kilometer vor Straubing und einsetzen der Dunkelheit hatten wir allerdings eine Panne, die wir nicht mehr vor Ort reparieren konnten. Das "Vespataxi" musste gerufen werden.

Also wie ihr seht, haben wir unser Versprechen vom letzten Jahr eingehalten und mit den Vespafreunden aus Nah und Fern auch in diesem Jahr mehrere wunderschöne Ausfahrten, aber auch Grillfeste und Stammtische veranstaltet. Auch für die anstehende Rollersaison 2013 werden wir wieder einige Highlight´s für Euch parat haben. Die Planungen für die kommende Vespasaison laufen bereits auf Hochtouren, eins sei allerdings verraten, es wird wieder eine 2-Tagesfahrt mit Übernachtung und einige speziell ausgewählte Largeframetouren geben. Bis dahin wird allerdings noch etwas Zeit vergehen und wir werden uns auf die bereits geplanten vespalosen Aktivitäten im Terminkalender freuen. Drum dranbleiben und immer wieder auf unserer Homepage unter "TERMINE" vorbeischauen, damit ihr die nächste Gelegenheit zu einem Treffen mit uns nicht verpasst.

Jürgen Weber

09. – 15. September 2012 GIRO Vespistico delle Alpi

Die härteste Vespa-Rallye des Jahres 2012, der „GIRO Vespistico delle Alpi“ hielt was er im Vorfeld versprach.  Mit 77 Teilnehmer aus 6 Nationen fuhren die drei Vespafreunde aus Straubing,  Andreas Zanner, Jens Kast und Jürgen Weber die 1250 Kilometer in fünf Tagen durch vier Alpenländer. Vespa fahren in Reinkultur, wie man es nur selten erleben kann. Traumhafte Berg- und Alpenstrassen, atemberaubende Ausblicke auf die einzigartigen Landschaften und das alles mit guten Freunden und Gleichgesinnten.


In der Tradition der Vespa Vorväter erwacht aus einer Idee des Obmanns des Vespa Club Pinzgau, Franz Schmalzl, eine außergewöhnliche Vespa Rally, die an der alten Renntradition der 50er und 60er Jahre anknüpfen und alle zwei Jahre stattfinden soll. Sein Organisationstalent bewieß er zusammen mit seinem Team vom Vespa Club Pinzgau bereits im Jahr 2009 als diese in der „Vespa Hauptstadt Österreichs“ Zell am See, die Vespa World Days mit mehr als 5500 Teilnehmern und seit 2010 die in der Vespa Szene sehr beliebten alljährlich stattfindenden Vespa Alp Days ausrichten. Im Vordergrund sollte der Spaß, Leidenschaft, Freundschaft und das gemeinsame „Miteinander“ stehen. Eine Woche Vespa fahren und die glorreichen Vespa - Zeiten der 50er und 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts erleben. Beim Giro Vespistico delle Alpi ging es nicht um Höchstgeschwindigkeit, auch nicht um Gewinner oder Verlierer, es ging um das gemeinsame Erlebnis der Reise, Fachsimpeln, der Verschmelzung von Fahrer, Vespa und der atemberaubenden Landschaft.          

Am Montag, den 10. September standen bei der ersten Auflage es Giro, der in fünf Baujahr-Kategorien von Fahrzeugen aus dem Jahr 1946 bis zu den heutigen Modellen aufgeteilt ist, 77 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Slowenien und Ungarn am Start. Als erster der Straubinger Teilnehmer  rollerte Jürgen Weber um 9. 13 Uhr mit seiner Faro Basso im Originalzustand und zeitgenössischem Outfit von der Startrampe auf die 1250 Kilometer lange Rundfahrt, quer durch die Alpen. Kurz darauf folgte ihm Jens Kast, der mit seiner frisch restaurierten VBA und Andreas Zanner mit einer Vespa P125X Ultimate starteten. Von Zell am See aus ging es bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosen Himmel mit traumhafter Fernsicht auf den Großglockner zum ersten Checkpoint am Fuschertörl und über Heiligenblut und Staller Sattel ins italienische Cortina d´Ampezzo. Am Tag danach brummte der Vespenschwarm zurück Richtung Misurina See um von da aus auf die Panoramica delle Vette, einer aussichtsreichen Höhenstraße mit 2251 Metern zwischen Tualis und Ravascletto im Friaul zu gelangen. Die Passstraße war zeitweite so anspruchsvoll, das bei einer Steigung von 20% die Vespas zeitweise bergauf geschoben bzw. geschleppt werden mußten.


Ziel der zweiten Tagesetappe war die mit etwa 1400 Einwohnern an der Save gelegen Stadt Kranjska Gora, die zwischen den westlichen Ausläufern der Karawanken im Norden und den zentralen Julischen Alpen im Süden liegt. In Kranjska Gora angekommen, wurden wir vom örtlichen Vespa Club herzlichst empfangen. Nach einem gemeinsamen, gemütlichen Abendessen wurde allerdings die Tiefgarage des Hotels kurzerhand in eine Vespa Werkstatt umfunktioniert – defekte Elektrik und Kupplungen wurden ebenso wie verschliessene Bremsen bis kurz nach Mitternacht instandgesetzt.


Am dritten Tag der Reise ging es in strömenden Regen, begleitet von einigen stürzen mit Blechschäden weiter auf die 270 Kilometerlange Tagesetappe nach Kärnten in den Heilbad- und Luftkurort Bad Kleinkirchheim. Am Donnerstag wurden wir dann am Katschberg und Obertauern auch noch mit 30 cm Neuschnee überrascht, von denen wir uns allerdings nicht aufhielten ließen und gemäß unsrem Zeitplan gegen 17 Uhr in Berchtesgaden im Hotel Edelweiß eintrafen wo wir von einigen Mitgliedern des örtlichen Vespa Clubs, die eine Woche zuvor auf der Scootervista in Straubing zu Besuch waren, empfangen wurden.

Am Freitag morgen führte der Weg bei eisigen Temperaturen, aber wolkenlosem, strahlend blauen Himmel über Bad Reichenhall, Kitzbühel und der alten Straße des Gerlospasses wieder zurück in die Pinzgauer Bergstadt, wo wir in der extra für uns gesperrten Fußgängerzone unter Beifall vieler begeisternder Zuschauer empfangen wurden, bevor am Abend die große Siegerparty stattfand. Zu Ehren kamen die jeweils ersten drei jeder Baujahr-Kategorie, der Fahrer mit der weitesten Einzelanreise auf Achse, der Club der die meisten Teilnehmer gestellt hat, sowie der älteste und jüngste Teilnehmer. Jens Kast und Jürgen Weber belegten in der Klasse „Le Storice 1955-1964“  Platz sieben und acht – Andreas Zanner, der in der Klasse „Le Moderne 1996-2012“ an den Start ging belegte Platz fünf.         

Die Giro Vespistico delle Alpi wurde seiner Tradition der 50er und 60er Jahre gerecht und alle gleichgesinnten Freunde erfreuten sich mit uns, die  glorreichen Zeiten unserer Vespa Vorväter erleben zu dürfen. Vielen herzlichen Dank an Franz Schmalz, der seine "GIRO IDEE" mit seinem hervorragenden Team umgesetzt hat und für alle diese Woche zu einem unvergesslichen, abenteurlichen und erlebnisreichen Höhepunkt unserer Vespageschichte gestaltet hat.

Jürgen Weber

01. - 02. September 2012: 2. Scootervista der Vespafreunde Straubing – DAS Treffen in der Gäubodenmetropole

Am ersten Septemberwochenende 2012 öffneten wir nach dem großen Erfolg in 2011 auch in diesem Jahr erneut die Tore der Tafernwirtschaft um die  Liebhaber der gepflegten italienischen Beschleunigung im Herzen der Straubinger Altstadt willkommen zu heißen.  Der Innenhof und die Räumlichkeiten der historischen Tafernwirtschaft eignen sich bestens als Hintergrund für die nostalgischen Blechroller der letzten Jahrzehnte aus vorwiegend italienischer sowie deutscher und österreichischer Produktion. Im vereinseigenen VespArt Shop boten unsere kreativen Köpfe ihre eigenen Kreationen aus Glas, Filz, Metall und Holz an.           

Am Samstag, den 01. September 2012 öffneten wir vormittags bei wolkenbedecktem Himmel die Tore der Tafernwirtschaft, allerdings bangten wir Blechrollerfreunde tags zuvor aufgrund starkanhaltender Regenfälle um unsere Scooterausstellung. Mehr als zwei dutzend Exponate im Original- oder restauriertem Zustand aus verschiedenen Jahrzehnten der deutschen, österreichischen und italienischen Rollergeschichte stellten wir mit viel Liebe zum Detail anhand zeitgenössischem Dekomaterial aus. Besonders bestaunt wurden die Grand Sport- und die mittlerweile sehr begehrten Lampe unten Modelle aus der Zeit von 1951 bis 1956, die wir entweder im Originalzustand mit reichlich Patina oder in toprestaurierten Zustand ausstellten. Besondere Blickfänge waren aber auch die sehr seltene Sammlermodelle wie eine Triumph Tessy, die mit sehr viel Aufwand und Herzblut in den Neuzustand zurückversetzt wurde und ein Lambretta C Modell aus dem Jahr 1951 die sich in absolut neuwertigen Originalzustand neben einer Lambretta B aus dem Jahr 1949 präsentierte. Aber auch weitere Modelle wie VBA, GS4, Dürkopp Diana oder eine Maicoletta gaben sich ein Stelldichein im Innenhof der Tafernwirtschaft. Ein weiterer Augenschmaus für die Besucher war eine besonders seltene Hoffmann B mit Bowdenzugschaltung, deren rotes Lackkleid mit der feinen goldenen Linierung neben einem noch selteneren Hoffmann Konkursmodell im Schatten der Kastanienbäume glitzerte. Weitere seltene Raritäten wie ein Original Vespa Fahrrad und ein noch nicht ganz fertiger, detailgetreuer Nachbau der legendären Renn- Vespa 98 Corsa aus dem Jahr 1947, die mit einem aerodynamisch optimierten Beinkleid und schmaleren Lenker bei Berg- und Rundstreckenrennen eingesetzt wurde konnten von den vielen Zuschauern bewundert werden. Am anderen Ende des Innenhofes präsentierten wir in einer Scheune eine Powerpointpräsentation sowie die Roller unserer Londonreise, bei der drei unserer Mitglieder im Juni diesen Jahres die kanpp 4000 Kilometer lange Strecke von Straubing aus über Österreich, Frankreich, Belgien nach London zu den Vespa World Days auf Achse rollerten. Mehr als 250 Liebhaber aus Bonn, Giessen, Ludwigshafen, Darmstadt, Mannheim, aus dem süd-, mittel-, und oberbayerischen Raum sowie dem angrenzenden Innviertel und dem Salzburger Land kamen an beiden Tagen angereist, zusätzlich dazu viele interessierte Zaungäste, die auf eine leckere Brotzeit einkehrten und die Roller bewunderten.


Als besondere Gäste waren vom Vespa Club von Deutschland der 2. Vorsitzende Christian Laufkötter und der Touristikbeauftragte Dennis Biesen, sowie Matthias Hochberger der das historische Vespa Register betreut angereist. An beiden Tagen wurden die Besucher mit frisch gegrillten Steaks, Bratwürsten und leckerem Steckerlfisch von uns verwöhnt. Kaffee- und Espressogenießer kamen auch nicht zu kurz. Sie verköstigten wir mit verschiedenen saisongerechten Kuchen, „Vespenstich“ und „Vespareifen“ – auch Donuts genannt aus einer als Espressobar umgebauten APE, der „Espresso-Biene“. Den Teileverkauf übernahmen der ortsansässige Händler Il Ricambio, das Team vom Rollerladen in Pfaffenberg sowie Scooterpezzi aus Ludwigshafen. Im vereinseigenen VespArt – Shop boten die kreativen Köpfe unserer Mitglieder ihre exclusiven Kreationen aus Metall-, Holz-, Filz-, und Glasprodukten an. Am meisten lag uns neben den ausgestellten Schaltrollern aber die dazugehörigen Benzingespräche am Herzen. Ein freundschaftliches Treffen Gleichgesinnter im Schatten der Kastanienbäume, das war die Scootervista 2012. Eine Tombola mit hochwertigen Sachpreisen und Wochenendreisen sowie eine Pokalverleihung für den größten Club, die älteste Vespa und die weiteste Einzelanreise auf Achse bereicherten unser Treffen. Höhepunkte an beiden Tagen waren aber die 90-minütigen Ausfahrten. Auf wenig befahrenen Nebenstraßen entlang der Donau rollerte wir gemeinsam mit 160 Rollern in den vorderen bayrischen Wald zur Rollerweihe in den Innenhof des Klosters Windberg. Nach Eintritt der Dämmerung überraschten wir unsere Besucher mit einer atemberaubenden Feuershow und ließen den Abend in gemütlicher Runde am Samstagabend ausklingen.


Unser großer Jahresevent - die Scootervista 2012 - ist Vergangenheit.
Wir freuen uns über die vielen Teilnehmer aus Nah und Fern, die sich die Ehre gegeben haben uns in der Tafernwirtschaft zu besuchen und die Scootervista zu dem zu machen, was es war - ein wunderbares Fest unter Freunden und Vespabegeisterten.   

Wir meinen: Die 2.Scootervista der Straubinger Vespisti war zum Saisonabschluss ein sehr schönes Treffen, eine Ausstellung mit viel Liebe zum Detail sowie seltenen Motorrollern, gut gelaunten Gästen und jeder Menge Zweitaktgeruch in der Luft.

Jürgen Weber

25. August 2012 Scooterbarbecue der Vespafreunde Straubing
Die Straubinger Vespafreunde veranstalteten auch dieses Jahr wieder das traditionelle und fast schon legendäre Scooterbarbecue bei Clubmitglied Tom in Pfeffenhausen.
Die Rollerfreunde trafen sich bei bestem Rollerwetter am Samstag, den 25. August 2012 um 12 Uhr am Stadttheater am Hagen und rollerten dann im gemütlichen Zweitakt über Radldorf, Laberweinting zum ersten Zwischenstopp beim Rollerladen in Pfaffenberg. Anschließend ging es über Oberlindhardt, Rottenburg an der Laaber durch die reizvolle Landschaft des Hopfenlandes nach Pfeffenhausen.
Der Einladung zum Grillfest der Vespafreunde folgten fast 40 Vespisti aus Nah und Fern. Für reichlich Gesprächstoff sorgen die letzten gemeinsamen Unternehmungen, die Reise zu den Vespa World Days, aber auch die in wenigen Tagen stattfindende 2. Scootervista der Vespafreunde Straubing sowie die anschließend stattfindende GIRO Vespistico delle Alpi, einer Langstreckenrallye durch die Alpen, bei der vier Clubmitglieder der Vespafreunde an den Start gehen. Tom und seine Frau verwöhnten wieder - wie schon die Jahre zuvor - die Gaumen der Blechrollerfreunde mit frisch gegrillten Steaks, leckerem Kartoffelsalat sowie kühlen Getränken. Als Dank für seine Gastfreundschaft, erhielt er seine eigene Vespafreunde Scooterbarbecue Grillschürze.
Nachdem wir in gemütlicher Runde unseren Hunger gestillt, Wissenswertes sowie Neuigkeiten ausgetauscht hatten, knatterten wir in der Abenddämmerung über Neufahrn, Pfaffenberg, Laberweinting, Greißing entlang des Flusslaufes der Laaber über Perkam und Wiesendorf zurück nach Straubing.

Jürgen Weber

07. – 10.06. 2012 Vespa Alp Days in Zell am See
Unterhaltsames Programm, tolle Organisation und herrliche Stimmung. Über 500 Vespisti aus acht Nationen feierten vier Tage lang eine gemütliche Party um den Kultroller aus Italien in der Pinzgauer Alpenstadt Zell am See. Die Vespa Alp Days 2012 waren in ihrer dritten Auflage für Teilnehmer, Aussteller und Organisatoren ein erneuter Erfolg.

Dieses Jahr gingen die Vespa Alp Days in die nunmehr 3. Runde. Was sich aus den ursprünglichen Vespa World Days 2009 in Zell am See hervortat, mausert sich mittlerweilen zum Muss in der Rollerszene. Anfangs noch ein Geheimtipp unter den Treff-Begeisterten ist es nun in aller Munde – und wer einmal ein Jahr aus Termingründen aussetzen muss, betrautert dies auf diversen Internetforen und freut sich schon im Voraus auf das nächste Jahr. So trifft sich im kleinen Alpenstädtchen Zell am See doch alles was unter Rollerfahrern Rang und Namen hat, bunt gemischt aus der Schalt- und Automatikabteilung – alles im harmonischen Miteinander. Auch wir Straubinger Vespafreunde hatten das Event in der Alpenmetropole fest in unserem Terminkalender eingeplant und so rollerten wir dieses Mal gleich mit fünfundzwanzig Vespisti aus dem Gäuboden, um mit den Vespafreunden aus Nah und Fern die Vespa Alp Days zu feiern. Fragt man sich nun, warum dies so ist, braucht man nur einen Blick auf das buntgemixte Programm werfen, das Alt und Jung, sowie die gesamte Familie anspricht – was bei den herkömmlichen Vespatreffen ja nicht immer der Fall ist. Diverse musikalische Events, die alle Geschmacksrichtungen abdecken, witzige und atemberaubende Einlagen wie das Theater xy oder die Fackelshow der Feuersterne gepaart mit Ausfahrten in Landschaften die einem den Atem verschlagen und sogar an den Nerven kitzeln bieten eben die Alpen und ihre Täler. Womit wir schon bei einem weiteren Grund für die zunehmende Popularität des Events wären: der wunderschönen Lage des Veranstaltungsortes in der allseits beliebten Ferienregion Kaprun-Zell am See. Beinahe schon zum TOP-Day mutierte in diesem Jahr der eigentliche Pre-Day, an dem – bedingt durch den Feiertag - bereits so viele Fahrer mit ihren Rollern anwesend waren, wie in den letzten Tagen am Freitag oder Samstag. Unterstützt wurde dieses Top-Day-Feeling vom sonnig-heißen Wetter, mit dem aufgrund der Wettervorhersagen viele nicht gerechnet hätten. Da machte der Vespaausflug nachmittags nach Maria Zell und abends auf den Mitterberg über die Dächer Zells mit einem traumhaften Blick über den Zeller See gleich doppelt so viel Spaß. Dieses Wetter konnte sich auch noch in den Freitag rüberretten, bei dem unter himmlischen Bedingungen die Fuchsjagd stattfinden konnte. Hier konnten die Vespisti in Kleingruppen sich auf die Suche nach dem Pickwagen begeben. Hilfestellung bot dabei eine unvollständige Wegbeschreibung, die von den „Jägern“ entschlüsselt werden musste um an die leckere Jause zu gelangen. Kaum wieder zurück in Zell am See konnte man sich sofort wieder auf die Jagd machen, nämlich auf die Jagd nach Losen, um möglicherweise den Hauptpreis – eine Lampe unten, Baujahr 52 – sein Eigen nennen zu dürfen. Der Andrang war so groß, dass trotz 5er-Limitierung alle 500 Lose binnen 20 Minuten verkauft waren! Jetzt hieß es: „Gespannt sein bis zum nächsten Abend!“ Doch wer dachte damit wären die Gewinnchancen schon vorbei, hat das rollerJOURNAL nicht genau studiert. Nach der offiziellen Eröffnung und dem Auftreten der Ländervertreter kam schon das nächste Highlight des Abends: die Auslosung des letzten verbleibenden Giro-Startplatzes, der vom rollerJOURNAL ausgelobt worden war. Glücksfee Nina griff mit fest zugekniffenen Augen beherzt in das Gewinnglas und zog nach einigem herumtasten den Gewinner und somit die Sensation des Abends. Über den Schlussplatz bei der Giro Vespistico delle Alpi darf sich Patrick Wohlschläger freuen, der letztes Jahr bereits mit der verlosten PX nach Hause fahren durfte. Die Fassungslosigkeit stand dem Gewinner deutlich ins Gesicht geschrieben und von Franz Schmalz´s spaßhaft ausgesprochenem Gewinnverbot für die Tombola hätte er gerne Gebrauch gemacht, wenn es nötig gewesen wäre. Der Abend klang dann bestens gelaunt und mit beschwingter Stimmung am Gelände der Wirtschaftskammer mit dem Konzert der Vienna Swing Sisters aus! Nachdem der TOP-Tag die Vespisti mit Regen begrüßte war die Stimmung etwas angespannt, bis Franz Schmalz bei der Fahrerbesprechung bekannt geben konnte, dass die Auffahrt auf den Großglockner – das Samstagshighlight – möglich sein wird. Und man glaubt es ja kaum, welchen Ehrgeiz die Alp-Dayler mittlerweile entwickelt haben, den Glockner zu stürmen. Ob Fuffi oder nagelneue GTS – am Fuscher Törl traf sich alles was einen kleinen Vespamotor im Herzen tuckern hat und Nebel, heftigem Regen, sowie Hagel trotzte. Den Vespaschlüsselanhänger und die deftige Brotzeit hatten sich die Gipfelstürmer, die teilweise noch bis zur Edelweißspitze oder gar zur Franz-Josefs-Höhe weiterknatterten, redlich verdient. Triefend erreichten alle Teilnehmer wieder den Veranstaltungsort und flüchteten ins Warme, wo bereits zuckersüßer Alp-Days-Kuchen und Kaffee auf die Durchgefrorenen wartete, während es draußen weiterhin aus allen Wolken goss. Wer aber dachte, dass nun der Programmpunkt am Areiter Parkplatz sprichwörtlich ins Wasser fallen würde, der irrt. So trafen dort doch noch eine Vielzahl Wetterfester ein, die ein Zell 2012 auf den Parkplatz schreiben wollten. Trotz aller Bemühungen reichte es nur zu einem ZE12, was aber angesichts der widrigen Bedingungen, mehr als positiv zu bewerten ist. Damit die Wartezeit bis zur Endaufstellung nicht zu lang wurde, verkürzte Günther „Lumpi“ Schachermayr mit seiner pyrotechnischen Vespastuntshow die Zwangspause. Nur kurz blieb Zeit zum „Trockenlegen“, denn wie gewohnt geht es bei den Alp Days Schlag auf Schlag. Bodypainting, Stand-up-Theater, Schnellzeichnungen der Teilnehmer durch Marion Klein und dann die heißersehnten Prämierungen und die Tombola mit der heißbegehrten Lampe unten! Die Spannung unter den Clubs und den Gipfelstürmern stieg ins unermessliche: Reichen unsere angereisten Mitglieder für einen der Kuhglockenpokale? Lag ich in der Mittelzeit bei der Auffahrt auf den Glockner? War meine Lampe unten eine der ältesten am Fuscher Törl? Wird die 52er Lampe unten später mein Eigen sein?

Hier die glücklichen Preisträger:

Geschwindigkeitsweltmeisterinnen:
Edith GAMPER Frauenfeld, CH
Ruth GAMPER Frauenfeld, CH
Erika LADNER Heerbrugg, CH

Geschwindigkeitsweltmeister:
Vito SALANDRA Weil am Rhein, D
Piero SABATINO Weil am Rhein, D
Markus FREYNIK Gladbeck, D
 
Größte Clubs:
Club BAYREUTH, D
Vespa Freunde Club DEUTSCHLAND, D
Vespa Club HAGEN, D und Vespafreunde STRAUBING, D
 
Älteste Vespa am Fuscher Törl:
Fredy WIUNIG aus Batschuns, Vorarlberg, A mit einer Vespa 125 - Baujahr 1948
Roland KÜNG Frauenfeld, CH mit einer Vespa 125 - Baujahr 1952
Karl-Heinz SCHOLZE Pfaffenberg, D mit einer Vespa 125 - Baujahr 1953

Gewinnerin der Vespa 125 Lampe unten Baujahr 1952:
Edith GAMPER, Frauenfeld, CH, Vespa Club Arbon

Der END-Day beschloss die Alp Days 2012 mit dem traditionellen Corso um den Zeller See und durch die Zeller City, sowie mit der obligatorischen Rollersegnung, damit sich die Teilnehmer vom 07. – 09.06. 2013 wieder gesund und ohne Pannen wiedersehen. Der Großteil der Vespafreunde Truppe rollerte im strömenden Regen zurück nach Straubing und die drei Clubkameraden Andreas Zanner, Robert Meier und Jürgen Weber machten sich von Zell am See auf ihre knapp 4000 Kilometer lange Reise nach London zu den Vespa World Days.

Jürgen Weber

28. Mai 2012  Whitsun-Run durchs Labertal
Am Pfingstmontag bescherte der Wettergott den Vespafreunden aus Straubing anfangs ein absolutes Traumwetter zu ihrer zweiten Largeframetour in dieser Saison, dieses mal durchs herrliche Labertal.
Schon die Einladung versprach, das der Whitsun-Run 2012 im wahrsten Sinne des Wortes ein Schmankerl werden soll und so kamen zum vereinbarten Treffpunkt Freunde aus München, Rosenheim, Landshut, Landau, Kehlheim, Bad Abbach und Regensburg nach Straubing, um mit dabei zu sein. Pünktlich um 12 Uhr rollerten einundzwanzig Vespisti bei fast sommerlicher Temperatur von Straubing aus im zügigem Tempo Richtung Rinkam auf die historischen Ochsenstraße über Sünching, Schierling, Langquaid nach Rohr zur Klosterkirche. Am Parkplatz der Klosterkirche angelangt warteten bereits fünf weitere Vespisti auf uns, um beim Whitsun-Run durch das Labertal mit dabei zu sein. Das Kloster Rohr ist ein ehemaliges Kloster der Augustiner-Chorherren und heute eine Benediktinerabtei in der Diözese Regensburg, die zur Bayerischen Benediktinerkongregation gehört. Die offizielle Bezeichnung ist: Abtei zum heiligen Wenzel zu Braunau in Rohr. Hubert, der mit seinem Ingenieurbüro für die Konzeptplanung und Renovierung der Klosterkirche beauftragt wurde, und Josef, der kunsthistorische Architektur studierte, waren so nett und berichteten viel Wissenswertes über die Entstehungsgeschichte des Klosters, dessen Baustil und Einzigartigkeit. Das besondere der Stiftskirche ist der von Egid Quirin Asam entworfene Hochaltar (Theatrum sacrum), der die Himmelfahrt Mariens vollplastisch darstellt und deshalb die Klosterkirche so sehenswert macht. Nachdem wir die Stiftskirche auch von innen bewunderten und auf uns wirken ließen, tuckerten wir im 2-Takt durch die wunderschöne, reizvolle Landschaft des Hopfenlandes in das acht Kilometer entfernte Abensberg, vorbei am Hundertwasserturm der Brauerei Kuchlbauer bevor wir im Biergarten der Wirtsleute Laubberger einkehrten. In geselliger Runde stärkten wir uns mit Köstlichkeiten aus der Bayerischen Küche. Gegen 17 Uhr machten wir uns aufgrund leicht einsetzenden Regens im frischer werdenden Fahrtwind über Offenstetten, Mitterhaselbach, Hofkichen nach Greißing entlang der Laber zurück nach Straubing. Am Theater am Hagen ohne Zwischenfälle und Pannen angekommen verabschiedeten wir die Vespafreunde aus Nah und Fern und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen in Zell am See bei den Vespa Alp Days bzw. den Vespa World Days in London. Ein besonderen Dank möchte ich ihm Namen aller beteiligten an Hubert aussprechen, der eine wunderschöne, erlebnis- und abwechslungsreiche Streckenführung für uns ausgesucht hat.
Also aufgepasst liebe Kurvenfans und Genusstourer wenn es wieder heißt „Largeframetour der Vespafreunde Straubing“.

Jürgen Weber

2. Vespatreffen der Vespafreunde Straubing in Regenstauf
Loris Bordin hatte zusammen mit den Vespafreunden Straubing geladen und sein italienischer Heimatclub "Feltre Dolomiti" kam!
Am Sonntag, den 06. Mai 2012 luden die Vespafreunde Straubing, anlässlich des Maimarktes der Markt Regenstauf zum 2. Vespatreffen in die Eisdiele ihres italienischen Clubmitgliedes Loris an der Regensburger Straße  ein. Obwohl das Wetter mit schnell wechselnder Niederschlagsintensität den ganzen Tag über sehr unbeständig war, folgten der Einladung mehr als dreißig Vespisti aus dem benachbarten Regensburg, Bad Abbach, Schwandorf sowie aus dem oberbayerischen Rosenheim. Eine besondere Ehre war es den Vespafreunden aus Straubing jedoch, die weitgereisten Vespisti ihres Partnerclubs Dolomiti Feltre aus Italien in Regenstauf willkommen zu heißen. Gegen 12 Uhr rollerten bei stark bewölktem Himmel und  leichtem Nieselregen die ersten Vespafahrer an der Regensburgerstraße in Regenstauf ein und wurden von den italienischen Clubkollegen, die bereits Tags zuvor mit ihren Rollern über die Alpen die 550 Kilometer angereist waren, mit gekühlten Getränken und Spritz sowie leckeren Knabbereien, vor der Eisdiele mit großer Begeisterung empfangen. Diejenigen, die während der Anreise vom Regen durchnässt wurden, wärmten sich mit Cappuccino und anderen Kaffeespezialitäten. Die anfänglich leicht getrübte Stimmung aufgrund erneut einsetzenden Regens legte sich allerdings sehr schnell, als sich die Regenwolken am Himmel auflösten. Die Italienischkenntnisse wurden bei interessanten, kameradschaftlichen Benzingesprächen für den nächsten Italien Urlaub wieder aufgefrischt.  
Das für 15:00 Uhr angesetzte Vespa-Geschicklichkeitsturnier in der benachbarten Klostergasse, bei dem es für die Erstplazierten Sachpreise zu gewinnen gegeben hätte, wurde aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse aus Sicherheitsgründen abgesagt. Stattdessen rollerten die fünfunddreißig Vespisti im gemeinsamen Zweitakt zum Corso in die Innenstadt zum Markplatz wo sie von Besuchern des traditionell stattfindenden „Saumarktes“ mit großem Beifall empfangen wurden. Auch der Regenstaufer Bürgermeister Siegfried Böhringer, ließ es sich nicht nehmen, die angereisten Vespafahrer persönlich herzlich willkommen zu heißen. Bei dieser Gelegenheit, überreichte unser Clubmitglied Loris Bordin, eine Clubschleife als Gastgeschenk im Namen seines Heimat-Vespaclubs Feltre Dolomitri, an den Bürgermeister, der sich sichtlich darüber freute und diese in Ehren halten wird wie er versicherte. Bei zünftig bayerischer Blasmusik, Bier und Bratwürsten bewunderten die Interessierten ausgiebig die vielen verschiedenen Vespamodelle und schwärmten von der guten alten Zeit, als Sie noch selbst das eine oder andere Modell Ihr eigen nannten. Die älteste Vespa stammte aus dem Jahr 1954, die inzwischen rund 50.000 Kilometer „runter“ hat. Auch der Nachwuchs kam nicht zu kurz und so durften einige der anwesenden Kinder schon mal auf dem einen oder anderem Modell zur Probe sitzen.
Nachdem sich die Regenwolken verzogen und die Sonne durch den noch leicht bewölkten Himmel mit leicht wärmenden Sonnstrahlen beglückte, beschlossen wir uns, nach Eintreffen unseres Clubpräsidenten Jürgen und unseres 1. Kassiers Alexander die direkt vom Vespa-Hoffmann-Treffen aus Dreieichenhain (Kreis Hessen) eingetroffen waren, eine Ausfahrt zum Regensburger Domplatz zu unternehmen.  Von Regenstauf aus, der B15 folgend, viel der Vespatross von Norden, über die Nibelungenbrücke gefolgt vom Ostentor über den Regensburger Domplatz ein. Auf dem Vorplatz des Hauptportals wurden die Vespas in Reih und Glied aufgereiht und kaum abgestellt von zahlreichen begeisterten Zuschauern bewundert. Nach abschließenden Gruppenfoto vor dem Eingang des Dom-Hauptportals, ging es auf der gegenüberliegenden Seite ins Cafe auf einen letzten gemeinsamen Umtrunk, bevor sich die Vespa-Gemeinschaft verabschiedete und die Heimreise antrat.
Die Vespafreunde Staubing und ihr Partnerclub Feltre Dolomiti, bedanken sich bei allen angereisten Gästen für Ihr Kommen, wünschen eine unfallfreie Saison, besseres Wetter und freuen sich auf ein baldiges Widersehen!

Andreas Zanner

04. bis 06. Mai 2012 Vespa-Hoffmann Treffen am in der Burgruine Dreieichenhain
Ein toporganisiertes Treffen mit sehr schönen und seltenen Vespas aus der Hoffmann Ära, gut gelaunten Gästen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland, toller Stimmung trotz wechselnder Niederschlagsintensität, Zweitaktgeruch in der Luft und das alles im perfekt gewählten Schauplatz des Burggarten der hochmittelalterlichen Burgruine Dreieichenhain.
Der Vespa war in Italien ein wirtschaftlicher Erfolg vorausgegangen und die Piaggio-Werke suchten um den verbotenen bilateralen Güterverkehr zu umgehen, alternative Vertriebssysteme in Europa. Piaggio verkaufte die Lizenz für die Fertigung der Vespa in verschiedene europäische Länder. Jakob Oswald Hoffmann unterzeichnete am 09.August 1949 mit Piaggio einen Lizenzvertrag und baute im rheinischen Lintorf ab dem Frühjahr 1950 Vespas. Die erste Hoffmann Vespa lief am 14.März 1950 vom Band. Anfangs war die Vespa in Deutschland noch recht unbekannt, aber nach den ersten Präsentationen gefiel die Vespa vor allem der gehobenen Klasse und Prominenten. Für die Vespa gab es keine typische Kategorie, sie wurde von allen gefahren, ob Beamte, Anwälte, Arbeiter oder Ärzte – ein Statussymbol war plötzlich geboren. Unter großem finanziellen Aufwand ließ Hoffmann eine leistungsstärkere, verbesserte Version seines Vespa Motors von den ILO Werken bauen, nachdem er in einem italienischen Werbeprospekt gelesen hatte, das die italienische Ausführung 5 PS Leistung besitzt. Dieser Motor wurde in der sogenannten „Königin“, bei der auch an der Ausstattung und am Fahrwerk Veränderungen vorgenommen wurden, ab 1954 eingebaut. Piaggio kündigte daraufhin Hoffmann den Lizenzvertrag fristlos. Von der Ästhetik dieser Modelle, welche von der Firma Hoffmann zwischen 1950 und 1954 für den deutschen Markt produziert wurden, ließen sich sechs Freunde aus dem Rhein-Main Gebiet, deren Herz im gemeinsamen Zweitakt schlägt, bereits vor einigen Jahren verzaubern. Als im vergangenen Jahr im Rahmen des in Oberursel stattfindenden Hessentags gleichzeitig ein Vespatreffen stattfand, wurde aus einer Bierlaune heraus die Idee geboren ein eigenes Treffen nur für Hoffmann Vespas zu organisieren. Damit war der Keim gesät: Es wäre das zweite Treffen dieser Art überhaupt. Das erste fand vor gut zwölf Jahren in den ehemaligen Werkshallen der Firma Hoffmann in Lintorf statt, erinnert sich Erich Flechsenhar, der fast zwei dutzend Vespen sein Eigen nennt und damals als einziger der Vespa Fanatiker dabei war. Sie saßen so zusammen und eins kam zum anderen, erinnert sich Thomas Knickmeier noch ganz genau. Und so machten sich die Hoffmann Fans Matthias Hochberger, der auch das historische Register des Vespa Veteranen Clubs betreut, Matthias Schäfer, Erik Lieberknecht 2. Vorsitzender des Veteranen Clubs, Martin Weimar, gemeinsam mit Thomas Knickmeier und Erich Flechsenhar  an die Arbeit, ein solches Treffen zu organisieren und auf die Beine zu stellen. Ihr gemeinsames Ziel war es, dass sich die Hoffmann-Szene besser kennenlernt, gemeinsam fachsimpelt um die Geschichte der Hoffmann Vespas voranzutreiben. Anfang des Jahres, als der Veranstaltungsort gewählt war, erhielten wie von den Vespaenthusiasten die Einladung zum Treffen in ihre landschaftlich reizvolle, hessische Heimat Dreieich, im Landkreis Offenbach knapp 20 Kilometer südlich der Main Metropole Frankfurt ein. Knapp fünfzig Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland wie Österreich und der Schweiz folgten der Einladung und rollerten mit zwei seltenen Polizei Hoffmann Vespas, dreizehn „Königinnen“ einigen „Konkursmodellen“ und weiteren Modellen der HA und HB-Baureihe an. Die ausgestellten Fahrzeug befanden sich entweder in einem toprestaurierten oder im Originalzustand, die den Roller an seine bewegte Vergangenheit erinnert. Alex und ich waren mit einer frisch restaurierten Hoffmann HB und einem früheren HA-Modell mit Schaltgestängeschaltung angereist. Die sechs hatten sich sehr viel vorgenommen, um ihre Hoffmann Freunde aus Nah und Fern mit bleibenden Eindrücken nach dem Treffen am Sonntag Nachmittag verabschieden zu können. So wurden eigens für dieses Treffen hochwertige Plaketten und Anstecknadeln in limitierter Stückzahl, Aufkleber, Pins, Banner, Taschen, lecker schmeckende und knusprige „Hoffmann-Kekse“, ja sogar eine Speisekarte mit „Hoffmann-Spezialitäten“ angefertigt. Bereits am Freitag Nachmittag rollerten einige der Teilnehmer in den Burggarten der hochmittelalterlichen Burgruine in Dreieichenhain. Eine mit viel Liebe und Herzblut gestaltete Oldtimer-Ausstellung mit Exponaten aus italienischer, französischer und englischer Produktion sowie eine Vielzahl seltener, zeitgenössischer Plakate und Fotos im Innenhof des Burggartens machten die Attraktion komplett und ließen uns ebenso die Interessierten in der Vergangenheit schwelgen. Auch Freunde von Plaketten, Aufnähern, seltenen Ersatzteilen wurden bei den ausstellenden Händlern wie Peter Witzel, Dirk Kubenke und Scooterpezzi fündig. Matthias Hochberger, der mit viel Liebe nicht nur an seinen historischen Motorrollern schraubt und mit großer Begeisterung nach deren Geschichte forscht, malt in seiner knapp bemessenen Freizeit wunderschöne Einzelstücke und präsentierte diese in einem dafür eigens aufgestellten Zelt den Besuchern. Die für Samstag Nachmittag geplante knapp vierzig Kilometerlange Ausfahrt entlang der hessischen Bergstraße mit Blick auf die Rheinebene zur Burg Frankenstein, wurde aufgrund stark wechselnder Niederschlagsintensität verkürzt. Der „Vespa-Schwarm“ brummte Auspuff an Auspuff durch das Stadttor hinaus, entlang der Burgmauer an den idyllischen Fachwerkhäusern vorbei, wo die Vespa Fanatiker mit Beifall und neugierigen Blicken von den Zuschauern der zeitgleich stattfindenden „Fahrgass Classic“ bewundert wurden. Der erneut stark einsetzende Regen trübte aber keineswegs die Stimmung der gemütlichen Runde am Abend, welche wir zu den längst ausstehenden Benzingesprächen bis nach Mitternacht nutzten. Ein weiteres Highlight des Vespa-Hoffmann Treffen war an diesem Abend als Elga Thouret begleitet von Mika Hahn und Juliane Behnes das Restaurant „Burgbeiz“ betrat. Elga Thouret, die zweite Tochter von Ilse Thouret, einer herausragenden Persönlichkeit des vergangenen Jahrhunderts ließ es sich nicht nehmen und folgte der Einladung der Hoffmann-Fanantiker. Elga Thouret sollte auf besonderen Wunsch von Jakob Oswald Hoffmann im Jahr 1953 das Fabrikat aus Lintorf bei Langstreckenrennen fahren. Sie holte eine Goldmedaille bei der Deutschlandfahrt und wurde zur Miss Vespa des Jahres 1953 gewählt. Mika Hahn, der das Sport-Leben der Ilse Thouret, einst Deutschlands bester Motorrad Rennfahrerin in einem faszinierenden Buch mit bisher nicht veröffentlichten Fotos niedergeschrieben hat, stellte den anwesenden Gästen das Buch vor, das auf Wunsch von Elga Thouret auch mit einer persönlichen Widmung versehen wurde. Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag Vormittag bedankten sich die Organisatoren bei allen Teilnehmern und überreichten uns eine Urkunde sowie eine wunderschöne Vespa-Hoffmann Anstecknadel.  Es war ein wunderschönes Treffen, eine Ausstellung mit viel Liebe zum Detail sowie seltenen Vespas, gut gelaunten Gästen und jeder Menge Zweitaktgeruch in der Luft, das sicher noch mehr Besucher und Hoffmann-Fahrer gelockt hätte, wenn das Wetter für die Enthusiasten besser mitgespielt hätte.

Jürgen Weber

29. April 2012 Sternfahrt anlässlich der Ausstellung „66 Jahre VESPA“
Sie ist sexy und erfolgreich, hatte bereits Top-Stars wie Jude Law, Antonio Banderas oder Matt Damon, Spitzensportler wie Magdalena Neuner oder Karl-Heinz Rummenigge mit ihrer Schönheit verzaubert. Sie ist eine heißblütige, temperamentvolle Italienerin, die bei Google 94.300.000 Treffer landet und ihren eigenen Wikipedia Eintrag hat. Na erraten, um wem es geht? Des Rätsels Lösung: „La Bella“ Vespa!
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfüllte sich mit einem Vespa Motorroller für Millionen von Menschen der Traum von individueller Mobilität. Die erste Vespa wurde im Piaggio Werk Biella im Piemont/Italien gefertigt und von den Arbeitern aufgrund ihres Aussehens liebevoll „Paperino“ (Donald Duck) genannt. Da die „Paperino“ aber selbst für die kargen Nachkriegszeiten nicht ansehnlich genug war, wurde Corradino D´Ascanio ein Ingenieur, dessen Berufung es war, Hubschrauber zu bauen – damit beauftragt die „Paperino“ weiterzuentwickeln. Er „erfand“ das Konzept Vespa kurz nach Kriegsende im Auftrag von Enrico Piaggio. Eine Vielzahl von Motorroller Hersteller sind seither mit unterschiedlichsten Modellen auf dem Markt erschienen und auch wieder verschwunden. Vespa Roller genießen dagegen Kult Status und gelten für ihre Fans als der Motorroller schlechthin. Anlässlich des 66. Geburtstages der Marke Vespa dokumentiert das Auto & Technik Museum in Sinsheim eine mit viel liebe gestaltete Sonderaustellung von mehr als vierzig Fahrzeugen. Vom V50 Modell der ersten Serie über Sondermodelle und Lizenzbauten aus englischer und französischer Produktion, Gewinner von Custom-Shows bis hin zum getunten Race-Roller für die Rennserie sind ausgestellt. Das Vespa fahren sich einer stetig wachsender Beliebtheit erfreut und alles andere als ein nostalgisches Hobby ist wurde anlässlich der Sternfahrt ins Auto & Technikmuseum nach Sinsheim am Sonntag, den 29. April 2012 deutlich. Knapp 700 Zweiradbegeisterte aus ganz Deutschland trafen sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem großzügigen Freigelände des Technikmuseums um ihre Oldtimer, getunten Roller der PX-Baureihe aber auch der neuen Generation der GTS den Interessierten zu präsentieren. Mit einem Aufkleber, den jeder aktive Teilnehmer erhielt, konnte das Museum besichtigt werden und für Sammler und Jäger wurde eigens eine Plakette in limitierter Stückzahl aufgelegt. Das für Jedermann zugängliche Fahrerlager einiger ausgewählter Teams der European Scooter Callange  bot auf einem verkürztem Kurs einen kleinen Einblick auf die Rennrollerszene. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt und bei gekühlten Erfrischungsgetränken und leckeren Grillschmankerl wurde mit Gleichgesinnten gefachsimpelt. Eine absolut top organisierte Veranstaltung mit vielen schönen und selten Vespas, gut gelaunten Gästen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland, toller Stimmung und jeder Menge Zweitaktgeruch in der Luft. Die Sonderausstellung ist noch bis 04. November 2012 täglich von 9 bis 18 Uhr zu besichtigen.

Jürgen Weber

21. April 2012 Glasnost-Tour – Anrollern 2012 mit den Vespafreunden Straubing
Überall in Deutschland fand in den letzten Tagen das traditionelle „Anrollern“ der Motorrollerszene statt. Auch die Vespafreunde Straubing luden im Vorfeld ihre Freunde und Gäste aus Nah und Fern zum alljährlichen Anrollern, das dieses Jahr unter dem Motto „GLASnost Tour“ stand.
Wie kam es nun zu diesem Motto? Glasnost ist das russische Wort für Offenheit. Auch die Vespafreunde sind offen für Neues und Anderes. In diesem Zusammenhang beinhaltet GLASnost eine Doppeldeutigkeit. Offenheit für andere Rollermarken - besitzen doch einige Mitglieder der Vespafreunde Straubing neben den obligatorischen Vespas noch weitere Marken wie NSU, Agrati Garelli Capri, Dürkopp, Lambretta und eben auch GLAS – dessen Museum in Dingolfing auf der Tour besucht werden sollte. Zudem zeichnet die Vespafahrer aus Straubing natürlich auch der Hang zur NOSTalgie aus – sind doch hauptsächlich ältere Rollermodelle aus dem letzten Jahrhundert in ihrem Besitz. Damit erklärt sich nun auch der zweite Wortteil von GLASnost.
Neugierig auf das Kommende und voller Rollerlust trafen sich somit am Samstag, den 21. April 2012 über fünfzig Gleichgesinnte aus Peißenberg, Rosenheim, München, Landshut, Bad Abbach, Regensburg, Dingolfing, Landau und Braunau am Theater am Hagen in Straubing um in die Vespasaison 2012 zu starten. Auch Franz Schmalzl, Organisator der legendären Vespa Alp Days sowie der Giro Vespistico Delle Alpi, einer 1200 Kilometer Langstreckenrallye durch vier Länder folgte mit seiner Clubkollegin Ati der Einladung und rollerten mit einer wunderschön restaurierten Lampe unten sowie mit einem Goggo Roller aus Zell am See an. Nach einem Gruppenfoto vorm Straubinger Stadttheater brummte der „Vespa-Schwarm“ aller Baujahre Auspuff an Auspuff bei strahlend blauem, leicht wolkenbedeckten Himmel durch die frühlingshafte Feldflur auf die Nostalgiefahrt Richtung Glas-Museum nach Dingolfing. Auf gemütlichen, wenig befahrenen Nebenstraßen ging es über Alburg, Oberpiebing, Trieching, Gosselding nach Pilsting, wo die Vespafreunde bereits mit GLASklaren Erfrischungsgetränken und einer leckeren Brotzeit mottogerecht im „Glas“sichtsackerl abgepackt und mit dem mittlerweile obligatorischem „Tour Aufkleber“ versehen vorm Rathausplatz erwartet wurden. Hier hatten die Vespistis erstmals die Gelegenheit zum Fachsimpeln, sich Neues zu erzählen und die Schmuckstücke, die von einigen Clubmitgliedern im Winter liebevoll restauriert wurden, untereinander zu bewundern. Nach einem Aufenthalt von knapp einer Stunde tuckerte der Rollerkonvoi, der laufend für freudestrahlende Gesichter und winkenden Leuten abseits der Hauptstraßen sorgte, über Moosthenning, Töding, Rosenau und Fricklkofen nach Dingolfing ans Glas-Museum. Das Museum, das in der Oberen Stadt beheimatet ist, befindet sich in einem von drei historisch bedeutsamen Baukomplexen, die alle zwischen 1410 und 1477 errichtet wurden. Die dazugehörige Herzogsburg ist eines der schönsten und besterhaltensten Profangebäuden der Spätgotik in Niederbayern. Alle drei Gebäude gehören zum Museum und vermitteln die spannende Stadt- und Industriegeschichte Dingolfings von den Anfängen bis zur unmittelbaren Gegenwart. Im ehemaligen Getreidekasten wird dem Besucher auf rund 1000 Quadratmeter die Entwicklung der Stadt Dingolfing und die Geschichte der Firma GLAS anhand von vielen ausgestellten Oldtimern und Exponaten dokumentiert.
Das im Museum integrierte Restaurant-Cafe Tingula lud mit seinem schönen Ambiente nach dem Museumsbesuch zum Plausch und ein wenig zum Verweilen ein. Als wir die kleine nachmittägliche Lust auf Kaffee und Süßes gestillt hatten, verabschiedeten wir uns von Dingolfing und die Fahrt ging im frischer werdenden Fahrtwind über wunderschöne, wenig befahrenen Nebenstraßen mit herrlichem Blick auf den Gäuboden sowie den Bayerischen Wald über Moosethenning, Forst, Haidersberg, Metting, Pönning und Rinkam zurück nach Straubing zum Hagen.
Im italienischen Restaurant Arca Verde, direkt am Tierpark wurden wir mit knusprigen, hausgemachten Pizzen, Pasta und anderen Köstlichkeiten der Küche verwöhnt und ließen den Abend in gemütlicher Runde ausklingen. Ein wunderschöner Tag neigte sich dem Ende, bei dem sich wieder nette Menschen kennengelernt und ihr Hobby miteinander geteilt hatten. Insgesamt war es nach einstimmiger  Meinung aller Beteiligten eine schöne Strecke, die Lust auf mehr machte und die blühende Landschaft sowie strahlender Sonnenschein bildeten dabei die besten Voraussetzungen für diese gelungene Frühlingsfahrt.
Einen Dank all denen, die an den Planungen sowie den Vorbereitungen der „GLASnost Tour“ beteiligt waren, Franz Schmalzl für die Button, Sabine für´s Fotografieren und die lecker schmeckende Verpflegung, Jürgen Meier fürs Filmen, unserem Servicemechaniker Ralph, der in kürzester Zeit die beiden Ausfälle repariert hatte, sowie unseren beiden Roadmastern Andi und Robert, die erneut sehr souverän und zuverlässig für unsere Sicherheit im Straßenverkehr sorgten, aber auch all denen, die wieder mit dabei waren und diesen ereignisreichen, wunderschönen Tag erst möglich gemacht haben.
Ich freu mich auf ein baldiges Wiedersehen zu einem unserer Stammtische, oder unserer am 01. Mai stattfindenden Largeframetour die Jürgen Meier für uns geplant hat.

Jürgen Weber

25.Februar 2012 Pflichttermin Custom Show Ried im Innkreis
Am 25.02.2012 war es endlich wieder soweit, nach zweijähriger Pause fand  im oberösterreichischen Innviertel die dreizehnte Customshow statt - in Stelldichein der schönsten Blech- und Schaltroller aus dem deutschsprachigen Raum. Die Location im Messegelände wurde - wie bereits in 2010 - erneut perfekt gewählt. Federführend bei der Organisation war neben dem Vespaclub Altheim wie immer das Dreigespann der Teams von Pfeil Design, Stoffi´s Garage und dem Lambretta Club Austria.
Insgesamt vierzehn Mitglieder der Vespafreunde aus Straubing machten sich in Fahrgemeinschaften auf den Weg nach Oberösterreich, um die zum dreizehnten Mal stattfindende Veranstaltung zu besuchen. Pünktlich um 12.00 Uhr öffneten die Türen der Messehalle und gaben den Weg für die Ausstellung sowie den Teilemarkt frei. Auf einer Fläche von mehr als 2000 Quadratmeter wurden Vespas und Lambrettas von damals bis heute ausgestellt. Der Airbrush Küstler Marcus Pfeil präsentierte gleich am Eingang einige Vespa und Lambretta Airbrushklassiker der letzten 20 Jahre. Beeindruckend war auch wie bereits in den letzten Jahren die Mischung von restaurierten und original erhaltenen seltenen Blechrollern, Beiwagengespannen, Rennfahrzeugen und vielen sehenswerten Customprojekten.
Die Qualität der gezeigten Custom Racer, basierend auf Vespa und Lambretta, bewegte sich auf höchstem Niveau. Extrem aufwändige Umbauten wie Chopper, Racer oder anderweitig individualisierte ausgestellte Fahrzeuge kann man ansonsten nur auf wenigen internationalen Ausstellungen in Augenschein nehmen. Auch einige Lambrettas im ausgeprägten Mod-Style, sowie die „yellow submarines“ von Undi´s Racing Team konnten von den Besuchern in der stets vollen Ausstellungshalle bewundert werden. Ein besonderes Augenmerk galt den „Exotenrollern“ aus europäischer Produktion.
Zu den Highlights zählten in dieser Kategorie seltene Roller der Marke Ami, Colibrie, Piatti, KTM, Peugeot und aus heimischer Produktion ein mit viel Herzblut restauriertes Lohner Beiwagen Gespann.
Im Basement boten neben den professionellen Shops wie Rollerladen, Scootercenter Köln und IL Ricambio auch private Anbieter ihre Waren an, bei denen Sammler und Jäger von seltenen Ersatzteilen, Plaketten und Prospekten fündig wurden. Die Truppe von SIP aus dem bayerischen Landsberg am Lech, war mit ihrer wunderschönen im modernen Stil aufwändigst gebauten „Sei Giorni“ mit LED Technik, GTS Fahrwerktechnik und modifiziertem Motor neben einer toprestaurierten Vespa GS3 aus deutscher Produktion präsent. Auch Jockey´s Boxenstop aus dem niederbayerischen Falkenberg hatte eine nach Kundenwunsch originalgetreu, aufgebaute   Innocenti Lambretta Lui 75  im Design des Ausstellungsmodells der Motorshow in Tokyo 1968 präsentiert.
Ron vom Sqooter Center und Organisator der letztjährigen Custom Show in Salzburg, stellte eine Vespa Rallye 180 und seine „Leonardo Pedalo“ aus. Die mit viel Aufwand restaurierten Fahrzeuge waren von Wolfgang Reichel mit einer atemberaubenden Airbrush-Lackierung im Totenkopfdesign bei der Rallye und im Leonardo da Vinci Style bei der V50 Pedalo gekonnt veredelt worden und stellten für viele Zuschauer einen Anziehungsmagneten dar, wie auch bereits am Harley Davidson Treffen am Faaker See. Wunderschöne, original erhaltene Rohrlenkermodelle sowie Typen der Grand Sport Reihe wurden neben einer sehr aufwändig und bis ins allerletzte Detail restaurierten Vespa Calessino gleich gegenüber dem Eingang mit schönen, passenden Accessoires in Szene gesetzt. Wer wollte konnte sich am Stand von Undis Racing Team ein Video mit atemberaubenden Überholmanövern der Euro Scooter Challenge ansehen.

Die Besucherzahl erhöhte sich am frühen Nachmittag deutlich, so dass es im gesamten Bereich der Ausstellungshalle von Blechrollerbegeisterten nur so wimmelte. In gemütlicher Runde wurden Neuigkeiten und Wissenswertes ausgetauscht und gemeinsam anstehende Unternehmungen geplant. Gegen 17 Uhr erfolgt die Prämierung der ausgestellten Fahrzeuge und die von den Besuchern mit starkem Beifall begleitet wurde, bevor es dann zum gemeinsamen Feiern auf den legendären Nighter ging.
The winners of 2012 are:
Best Oldie 1946-1955: Helmut Paar
Best Oldie 1956-1965: Florian Stützbauer
Best Oldie 1966-1978: Michi Motovespa
Best Other Brand: Ami 98
Best Ratbike: Vespa 50SS Armo + Heinrich
Best 3-Wheeler: Andreas Krenn
Best Mod: Alex Graeml
Best Cutdown: Vespa GS150
Best Conversion: Felix Richter
Best Paint: Ron Leonardo da Vinci
Best Racer: Christian Lohey
Best Smallframe: Scooter Center
Best Custom: Cypress Hill
Best Club Display: Elite S.C.
Best Lambretta: TV 175
Best Vespa: SIP Scootershop "GLORIOUS BASTERD"
Best of All: Robin Davy Calessino

Fazit: Man kann von einer wirklich vollends gelungenen, perfekt organisierten Veranstaltung sprechen. Die Altheimer verstehen es einfach, eine Customshow zu organisieren und Freunde klassischer Blechroller zu begeistern. Der Besucher bekam für seine 10 € Eintrittsgeld incl. eines Patches wirklich viel Schönes, Sehenswertes und Ungewöhnliches zu sehen. Hoffentlich sieht man sich 2014 in Ried wieder.

Jürgen Weber

10. Februar 2012: Vespafreunde Straubing bestätigen Vorstandsriege
Obwohl die Freiluftsaison erst am 21. April 2012 mit dem Anrollern beginnt, sind schon jetzt jede Menge Aktivitäten bei den Vespafreunden Straubing zu verzeichnen.
So fand vergangenen Freitag beispielsweise die Jahreshauptversammlung statt, bei der Neuwahlen anstanden. Im Nebenzimmer der historischen „Gaststätte Unterm Rain“ blickte Vorsitzender Jürgen Weber zu Beginn der Vollversammlung auf eine ereignisreiche Saison 2011 zurück. Während der ein oder andere bei den Vespa World Days in Gjøvik/Norwegen mit dabei war, rollerten 35 andere bei der Zwei-Tages- Adventure Tour durch den Bayerischen Wald. Auch einige internationale Treffen in Österreich, Italien und Deutschland und ein Museumsbesuch bei einem Sammler standen am Terminplan. „Den Höhepunkt des Vereinsjahres stellte eindeutig die erstmalig sehr erfolgreich stattfindende Scootervista in der Tafernwirtschaft im Herzen der Gäubodenstadt dar“, bilanzierte der Vorsitzende. Über 200 Liebhaber aus Frankfurt, Darmstadt, München, Augsburg, Pfarrkirchen, Regensburg und Österreich rollerten mit ihren schaltgetriebenen Blechroller an, um ihre Schmuckstücke den mehr als 500 Besuchern zu zeigen. Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte war die Wiederwahl oder Neubesetzung der Vorstandschaft. Einhellig in ihren Ämtern bestätigt wurden wie erwartet das bestens eingespielte und erfolgreiche Vorstandstandem Jürgen Weber als 1. Vorsitzender und Jürgen Meier als 2. Vorsitzender, sowie 1. Kassier Alexander Carnuth, der einen mehr als positiven Kassenbericht vorlegen konnte. Neu gewählt wurden Andreas Zanner als 2. Kassier sowie Schriftführer Markus Anzinger. Die bisherigen Amtsinhaber waren aus Zeitgründen von ihren Diensten zurückgetreten.In der Vorschau auf die kommende Vespasaison stellte man schnell fest, dass sie der letzten in nichts nachstehen würde. Gemeinsame Fahrten nach Zell am See zu den Vespa Alp Days und in die Millionenmetropole London, zu den Vespa World Days, sowie eine Vielzahl kleinerer Touren im niederbayerischen Raum sind, neben Museumsbesuchen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten schon fix eingeplant. Da verwundert es nicht, dass seit der Gründung des Vereins die feste Mitgliederzahl der Vespafreunde auf fast vierzig Blechrollerliebhaber gestiegen ist und man sich durch das Ausrichten und Besuchen von mehreren Vespatreffen in der Szene einen Namen gemacht hat, sowie in der überregionalen Fachpresse häufig vertreten ist. Mit viel Engagement werden die Vespafreunde am 01. und 02. September 2012 ihre zweite Auflage der Scootervista in der Tafernwirtschaft in Straubing veranstalten. Die Vorbereitungen für diese Veranstaltung sind bereits in vollem Gange und die Besucher dürfen sich nicht nur auf eine Vespa Ausstellung, sondern auch auf den vereinseigenen Vespa-Art-Shop und auf eine Sonderausstellung erlesener Liebhaberstücke der 50er und 60er Jahre freuen. Wer sich für den Club interessiert und im Besitz eines Blech- und Schaltrollers ist, der ist beim Anrollern mit Vespapicknick am 21. April 2012 oder einem der vielen anderen Termine herzlich willkommen. Nähere Informationen auf der Homepage www.vespafreunde-straubing.de

Jürgen Weber

27.01.12 Stammtisch mit Vortrag zur deutschen Rollerszene der 50er/60er
Der 1. Stammtisch in der vespalosen Winterzeit der Vespafreunde Straubing fand dieses mal im Clubhaus des Motorsport Clubs am Wundermühlweg in Straubing statt. Ralph Edelmann, Abteilungsleiter für historische Fahrzeuge des hiesigen Motorsportclubs und selbst seit Jahrzehnten ein begeisterter Blech- und Schaltrollerfahrer referierte durch den Abend. Mehr als 35 begeisterte Blech- und Schaltrollerbegeisterte aus Straubing, Regensburg, Pfaffenberg, Landshut, Landau und Pfeffenhausen trafen sich zu einem gemütlichen, sowie sehr informativen und kurzweiligen Abend. Zwei von ihnen rollerten bei eisiger Kälte und Schneefall mit ihren Schmuckstücken sogar auf Achse an.
Ralph, der den Vortrag mit viel Herzblut vorbereitet hatte, stellte unter anderem eine mit Liebe zum Detail restaurierte und eine im Originalzustand befindliche Lambretta, die seit der Erstauslieferung im Jahr 1950 im Familienbesitz ist, aus. Anhand von ausreichend Fotomaterial und vielen Memorabilien erläutert er den Beginn des Rollerbooms  während der deutschen Wirtschaftswunderzeit, als die ersten Clubs entstanden. Der Motorroller war in den 50er Jahren Kult und gehörte zum Lebensgefühl der damaligen Jugend. In seiner Heimatstadt grassierte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls das Lambrettafieber. Die Lizenz für die Vespa hatte sich bereits die Firma Hoffmann aus Lintdorf für Deutschland an Land gezogen. Aber bei „Innocenti“ im Mailänder Stadtteil Lambrata wurde man fündig. Dort wurde ein kleiner flotter Roller mit einem 125 ccm Triebwerk gefertigt. Bereits 1945 wurde der Ingenieur Luigi Torre mit der Entwicklung eines Motorrollers beauftragt. Auch ein Name für den Flitzer war schnell gefunden, in Anlehnung an den Fluss Lambro, der durch das Werksgelände floss, taufte man den Roller „Lambretta“. Das Ergebnis war ein preisgünstiger Motorroller mit Stahlrohrrahmen. Der Erfolg der Lambretta stellte sich bald ein und schon früh vergab Innocenti weltweit Lizenzen. Um der Konkurrenz Vespa ein Schnäppchen zu schlagen wurden kurzerhand 800 Exemplare nach Deutschland importiert. Mit Beginn der Zweiradsaison im Jahre 1950 startete NSU einen regelrechten Werbefeldzug und pries mit geschützter Wortkreation die Lambretta als „Autoroller“ an. „Bügelfalten und Nylonstrümpfe werden bei NSU-Lambretta-Autoroller groß geschrieben. Die formvollendete Karosserie bietet einzigartigen Schmutzschutz, - keine Schutzkleidung ist mehr erforderlich, um Anzug und Kleid sauber zu halten. Auf dem NSU-Autoroller fährt man im besten Anzug zu einer Besprechung und im schönsten Kleid in die Stadt.“ Mit diesen Werbeslogan warb NSU in den Fünfzigern. Er muss es wissen, denn sein Vater Rudolph war damals lizensierter NSU-Händler in Kassel. An der Goethestraße, wo sein Bruder heute noch einen Fahrradladen betreibt. „Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich schon als kleiner Junge immer mal mitfahren durfte“, sagt er. Bei seinen Tanten Kati und Lieselotte sei leider so gut wie nie ein Platz frei gewesen. Den hatten seine Cousinen in Beschlag. Sie rollerten mit ihrer Lambretta in den Urlaub nach Österreich, Italien, Frankreich und einige andere europäische Nachbarländer. Jedes zweite Wochenende machten die Lambrettisten Ausflüge in die nähere Umgebung. Sie zelteten auf dem Meißner, übernachteten in Jugendherbergen, trafen sich in Kaffeegärten, veranstalteten Bildersuch- oder Nachtorientierungsfahrten. Auch gemeinsame Abendausfahrten mit Spaziergang, Verkehrsunterricht in der Polizeikaserne, Theaterbesuche oder zum Fernsehen ins Rathaus standen auf dem Clubabendprogramm im Jahr 1956. Im April gab es das auch heute noch obligatorische Anrollern und am 30. April ging es zum „Tanz in den Mai“. Die Gestaltung der Clubabende lag in den Händen des damaligen Vorstandes Alfred Leipold. Der Schornsteinfegermeister hatte natürlich seine schwarze Montur an und trug den obligatorischen Zylinder. Auf die Kleidung wurde damals ebenso geachtet wie auf sauber glänzende Lambrettas. 54 Mitglieder hatte der Verein Mitte der 50er Jahre. Als die jungen Leute von damals in die Jahre kamen, eine Familie gründeten und den Roller gegen einen VW Käfer, einen NSU Prinz oder eine Isetta eintauschten, bröckelten die Mitgliederzahlen. Nach dem Vortrag hatten die Teilnehmer noch die Gelegenheit zu einem offenen Gedankenaustausch, bewunderten die ausgestellten Fahrzeuge, Memorabilien und Bücher, die Ralph Edelmann in einer Kleinstauflage geschrieben hat.  Der interessante Vortrag bot reichlich Diskussionsstoff und so ließ man den Abend bei geselligem Beisammensein, interessanten Benzingesprächen und gemeinsamen Planungen kurz vor Mitternacht ausklingen. Somit wurde die Vespafreunde-Saison 2012 nicht mit dem obligatorischen Anrollern oder der Hüttengaudi begonnen, sondern mit einem Vortrag der Rollerszene vor mehr als 60 Jahren. Wie ihr seht, sind wir auch in der rollerlosen Winterzeit aktiv. Drum dranbleiben und öfter mal auf unserer Homepage unter „TERMINE“ vorbeischauen, damit ihr die nächste Gelegenheit zu einem Treffen mit uns nicht verpasst.

Jürgen Weber

16.11.2012 Traditioneller Glühweinstammtisch der Vespafreunde Straubing

Wenn´s draußen kalt wird, müssen wir uns eben von innen wärmen! Und womit gelingt das am Besten, wie tausende von Glühmärkten beweisen? Mit Punsch!! Deshalb luden wir auch dieses Jahr wieder zum herzerwärmenden Glühweinstammtisch, dieses Jahr erstmalig in den Innenhof der historischen Tafernwirtschaft im Herzen der Straubinger Altstadt, direkt an der Donaubrücke ein.

Knapp fünfzig Vespisti und Freunde der Kultmarke folgten der Einladung zum allmonatlich stattfindenden Stammtisch, um unter Gleichgesinnten zu fachsimpeln. Im Innenhof der historischen Tafernwirtschaft ließen sich die Vespafreunde mit leckeren Bratwurstsemmeln, die von Grillmeister Andi gekonnt zubereitet wurden, sowie Lebkuchen, Dominosteinen, Marzipankugeln und selbstgemachten Vespa Plätzchen und heißem Kinderpunsch und Glühwein verköstigen.

Es wurde wie immer viel gelacht, getratscht und Pläne für die anstehende Vespa Saison geschmiedet. In den vergangen Jahren war es so, dass die Terminplanung für die kommende Rollersaison bekannt gegeben wurde, allerdings ist diese noch nicht ganz fertig. Es sei aber so viel verraten, dass eure Anregungen aufgenommen und in der Planung berücksichtigt werden, sodass es wir wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm für alle Mitglieder sowie Freunde geben wird. Aber eins sei vorweg schon einmal versprochen, in den kalten Wintermonaten werden wir ein in der Nähe liegendes Museum besuchen und auf Wunsch wieder einen lustigen Bowlingstammtisch abhalten. Die mittlerweile legendäre 2-Tages-Fahrt wird uns in den vorderen Bayerischen Wald führen und vom 04. auf 5. Mai 2013 stattfinden. Auch unsere 3.Scootervista sowie die Vespa Alp Days – hierfür sind bereits wieder einige Anmeldungen bei mir eingegangen – sind ebenso fest im Terminkalender eingeplant wie eine zusätzliche, gemütliche Fuffi Tour. Erstmalig wird es in der kommenden Saison auch eine Joint-Venture-Tour geben, also lasst euch überraschen es wird mit großer Sicherheit wieder ein abwechslungsreiches Vespa Jahr werden. Wir hoffen, den endgültigen Terminplan zur Weihnachtsfeier vorlegen und auf der Homepage veröffentlichen zu können. Solltet ihr noch Ideen oder Anregungen haben, dann schickt einfach ein Mail oder ruft mich an.

Im Laufe des Stammtischabends wurden von den anwesenden Gästen insgesamt 75 Bratwürstsemmeln, 18 Liter Kinderpunsch, 20 Liter Glühwein und eine Vielzahl von Lebkuchen und Dominosteinen verspeist. Weit nach Mitternacht konnten die letzten Vespa-Enthusiasten das Resüme ziehen, dass sich ein gelungener Abend seinem Ende zu neigte und man sich schon auf das nächste Highlight – die Weihnachtsfeier am Samstag, den 22.12.2012 – freuen kann. Diese findet heuer im Winklmeierhof in Reibersdorf statt. Wie auch vergangenes Jahr sollen an diesem Abend die von den Mitgliedern mitgebrachten „Wichtel-Geschenke“ ihre Besitzer wechseln.

Das Vespajahr 2012 neigt sich langsam dem Ende zu und ich möchte diesen Zeitpunkt nicht versäumen, einmal DANKE zu sagen bei all denen, die uns das ganze Jahr über begleiten. Der Zuspruch aus Nah und Fern ist Motivation, für euch Aktivitäten, Treffen und Feste zu planen. Schön, dass IHR das ganze Jahr über so zahlreich dabei seid und zudem auch noch selbst die Initiative ergreift und eigene Ride Outs und Barbecues organisiert! Das macht uns zu einer starken Gemeinschaft im Sinne der Vespa.

Jürgen Weber